Nachhaltiges Wirtschaften

BLOG GLS Bank (08.11.17)

Im Rechenzentrum der Zukunft arbeiten Algen. Zumindest, wenn es nach Stefan Maier geht. Er ist Geschäftsführer von PRIOR1, einem Anbieter von Rechenzentren mit Sitz in St. Augustin. Algen könnten über Photosynthese Methangas erzeugen. Kombiniert mit einem Blockheizkraftwerk, intelligenter Abwärmenutzung und Kälteerzeugung könnte das „algenative Rechenzentrum“ sogar mehr Strom und Wärme erzeugen als es selbst verbraucht.

Die Gegenwart sieht allerdings anders aus: „Noch viel zu häufig verpufft in Rechenzentren die Abwärme, die bei der Verarbeitung von Informationen entsteht“, sagt Geschäftsführer Stefan Maier.

„Deshalb ist für uns die maximale Energieeffizienz das vorrangige Ziel.“

Nur selten legen Kunden von sich aus Wert auf Green IT. „Sie wollen und benötigen ein sicheres, hochverfügbares, wirtschaftliches Rechenzentrum“, so Stefan Maier. Das hält PRIOR1 nicht davon ab, jedem Angebot eine energieoptimierte Lösung, z. B. eine Freikühlungslösung beizulegen, samt Kostenvergleich über fünf bis zehn Jahre. Bei der freien Kühlung werden Server und Rechner über die Außenluft gekühlt. Die auf diese Weise erzielbaren Einsparpotenziale sind enorm und schlagen meist nach 18 bis 30 Monaten positiv zu Buche. Das hat so manchen Mittelständler dazu bewegt, sich für die energieeffizientere Variante zu entscheiden. So kommt die Nachhaltigkeit häufig doch noch zum Zug, zumindest in kleinen Schritten.

Was hat das mit der GLS Bank zu tun?

„Sehr viel“, weiß GLS Berater Jan Steuter, seit er sich mit PRIOR1 aus St. Augustin beschäftigt hat. Anfang 2016 fragte das Unternehmen bei ihm eine Kreditlinie und einen Bürgschaftsrahmen an. Für Steuter war das ein neuer Bereich. „Rechenzentren gehören nicht gerade zur Kernbranche der GLS Bank.“ Er rief Geschäftsführer Stefan Maier an und merkte schnell, „dass wir sehr ähnliche Werte und ein gemeinsames Nachhaltigkeitsverständnis haben.“

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